Der Loser ist ein 1.838 hoher Berg im Ausseerland in Österreich. Er gilt als das Wahrzeichen des Ausseerlandes.
Der Name Loser kommt daher, dass die Ausseer im Mittelalter auf den Berggipfel stiegen, um zu losen (losen: Dialekt für horchen), ob aus dem Ennstal Kampflärm zu hören sei.
Auf einer 9 km langen Mautstraße kann man den Berg fast bis zur Spitze befahren. Vor dem Loser-Restaurant auf 1.600 m befindet sich ein geräumiger Parkplatz, von dem aus man mehrere Touren unternehmen kann. Der Augstsee (1.643 m) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Restaurants und ist ein attraktives Wanderziel mit kurzer Gehzeit. Von dort aus kann man noch am Loser-Fenster, einem natürlich entstandenen Felsentor, vorbei bis zum Gipfel auf 1.838 Meter weitergehen.
Am Loser erstreckt sich eines der wichtigsten Skigebiete des Ausseerlandes, das insgesamt 1.000 Höhenmeter umfasst. Auf der Abfahrt kommt man direkt am zweiten Gastronomiebetrieb vorbei, der Loserhütte (1.498 m).
Narzissenfest:Alle Jahre zieht es Ende Mai, Anfang Juni viele tausende Besucher zum Narzissenfest, dem bekanntesten Blumenfest in Österreich. Der Blumenkorso beginnt seine Reise in Bad Aussee und endet jedes Jahr abwechselnd an einem der nahe liegenden Seen (Altaussee oder Grundlsee).
Fasching:Ein gar närrisches Treiben findet man alle Jahre wieder im Ausseerland. Zu den „heiligen 3 Foschingtog“ machen nicht nur die lauten Trommelweiber, die zauberhaften Flinserl, sondern auch viele private Maschkeragruppen die Ausseerlandgemeinden unsicher. Veranstaltungen wie "Maschkerarodeln" blicken auf eine lange Tradition zurück und erfreuen sich hoher Beliebtheit unter der Bevölkerung.
Bevölkerung:Der Bevölkerung eilt der Ruf voraus, dass sie am liebsten "unter sich ist" und "Fremde" (Nicht-Einheimische) geringschätzt oder gar ignoriert. Dieses Vorurteil trifft jedoch nur auf einen bestimmten, besonders konservativen Teil der Einheimischen zu. Nicht zu leugnen ist, dass die Bevölkerung des Ausseerlandes aus vielen unabhängigen, frei denkenden Menschen besteht, die sich nicht gerne von einer Obrigkeit führen lassen. So wurde in historischer Zeit auch einmal dem Kaiser der Gehorsam verweigert.
Da die Bevölkerung im Allgemeinen sehr überschaubar ist, kennen sich die meisten Leute und sind deshalb per Du (Im Ausseerland gilt - in vielen anderen Orten des Salzkammerguts auch - das Sie-Wort eher als unhöflich). Viele Ausseer merken zudem schon auf dem ersten Blick, ob es sich um einen Gast oder einen Einheimischen handelt, und siezen oder duzen die Person.